Anlass für diesen Artikel war die Seite 3 der Berliner Zeitung vom 14.12.2005. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Vor anderhalb Jahren kaufen die amerikanische Finanzinvestoren Texas Pacific Group und die Investmentbank Credit Suisse First Boston das Grohe-Armaturenwerk. Die 20% Rendite der Unternehmens reichte den neuen Eigentümern nicht aus, sie wollen sie auf 28% steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, liessen sie von der Unternehmensberatung McKinsey ein Konzept erstellen. McKinsey forderte als erstes die Schliessung des Grohe Werkes in Herzberg (Brandenburg). Nach 105 Jahren schliesst das Werk am 16. Dezember, die letzten 305 Arbeitsplätze in Herzberg gehen verloren. Das Sparprogramms nannte McKinsey „Fit für die Zukunft“.

„Fit für die Zukunft“ mit McKinsey.

McKinsey einziges Ziel ist die Gewinnmaximierung seiner Kunden. Möglichst wenig Menschen sollen möglichst viel Geld verdienen. Im Umkehrschluss heisst das: Möglichst viel Menschen sollen gar nichts verdienen.

McKinsey ist die Eliteabteilung des modernen Kapitalismus. Eine Spezialeinheit, die nichts anderes tut, als für viel Geld darüber nachzudenken, wie man möglichst viele Arbeitsplätze vernichten kann.

McKinsey schadet unserer Gesellschaft. McKinsey hat Macht. Deutlich wurde das als McKinsey in diesem Jahr einen großen Teil der Berliner Innenstadt für ihr Firmenjubiläum besetzt hat. McKinsey sucht intelligente Menschen als Mitarbeiter, intelligente Menschen ohne Gerechtigkeitssinn und ohne soziale Kompetenz. McKinsey ist widerlich.

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